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Im Trend: kostensparende IT-Anwendungen
von Susanne Niemann

Outsourcing, Software as a Service (SaaS) und Mobilität sind die drei wichtigsten IT-Trends des Jahres 2009. Das hat eine aktuelle Umfrage des Verbands BITKOM ergeben. Auf den Plätzen folgen Serviceorientierte Architekturen (SOA) als Basis für die Verbesserung betrieblicher Abläufe, Sicherheit und Web 2.0.

"Die IT-Anbieter reagieren auf die Anforderungen ihrer Kunden in der wirtschaftlichen Krise", sagt der Präsident des Verbandes, Professor August-Wilhelm Scheer. "Im Jahr 2009 stehen Technologien im Mittelpunkt, die schnell zu Kostensenkungen und Leistungssteigerungen bei den Anwendern führen." Der BITKOM rechnet im Jahr 2009 mit einem Wachstum des IT-Marktes von 1,5 Prozent auf rund 67 Milliarden Euro. Die Umfrage zeigte fünf grundlegende Trends für das IT-Jahr 2009:

Trend 1: Mit größerer Effizienz die Krise meistern
Der Kostendruck werde durch die Wirtschaftskrise bei den Anwendern erhöht. Einen deutlichen Schub bekomme im Jahr 2009 das Outsourcing. Dazu zählt der externe Betrieb von IT-Systemen oder bestimmter Geschäftsprozesse. Laut BITKOM-Prognose wird der Umsatz mit IT- und Geschäftsprozess-Outsourcing im Jahr 2009 in Deutschland um 7,2 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro steigen. Ein ideales Konzept zur Unterstützung von Outsourcing sind Serviceorientierte Architekturen (SOA). Sie ermöglichen es, neue Prozesse in einem Unternehmen mit Hilfe der IT sehr schnell umzusetzen.

Völlig neue Möglichkeiten bietet das so genannte Cloud Computing. Cloud Computing bietet die Möglichkeit, auf externe Hardware-Kapazitäten wie Speicher oder Rechnerleistung zuzugreifen. Gleichzeitig können Nutzer per Internet auf Anwendungen zugreifen. Diese Form der Softwarenutzung wird Software as a Service (SaaS) genannt. Sie  spart Kosten für Lizenzen und Pflege der Programme. Ein weiteres wirksames Instrument zur Senkung der Kosten ist die Virtualisierung. Dabei werden die Ressourcen von Computern bzw. ganzer Rechenzentren besser ausgenutzt. "Nicht zu vernachlässigen ist das Thema Green IT, da der Kostenaspekt dabei eine zentrale Rolle spielt", sagt Scheer. "Moderne, energieeffiziente Rechenzentren sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern senken massiv die Energiekosten eines Betriebs."

Trend 2: Mobilität erhöhen
Überraschend häufig nannten die Anbieter in der Umfrage den Dauerbrenner "Mobilität". Mit der flächendeckenden Verfügbarkeit drahtloser Breitbandnetze und WLAN-Hotspots ist die Infrastruktur für die mobile Nutzung von IT-Anwendungen vorhanden. Gleichzeitig erleben Smartphones wie Iphone, Blackberry oder Communicator mit ihren Internet- und E-Mail-Funktionen einen regelrechten Boom. Jetzt gelte es, viele bislang überwiegend stationär genutzten Anwendungen im privaten und geschäftlichen Bereich für den mobilen Zugriff zu konfigurieren.

Trend 3: IT-Sicherheit bleibt auf der Agenda
Ebenfalls ein Dauerbrenner ist das Thema IT-Sicherheit. Besonders häufig erwähnt wurden Aspekte wie Datenschutz und Datensicherheit. Gerade beim Outsourcing von betrieblichen Prozessen und der externen Speicherung von kritischen Daten müsse ein möglichst wirkungsvoller Schutz gewährleistet sein. Gleiches gelte für die Sicherheit mobiler Geräte durch Verschlüsselung und Passwörter. Nicht zu vernachlässigen sei nach wie vor das Problem der immer professioneller werdenden Computerkriminalität und Wirtschaftsspionage.

Trend 4: Web 2.0-Anwendungen für Unternehmen
Kräftigen Aufwind bekommen nach den Umfrageergebnissen im Jahr 2009 Business-Anwendungen rund um das Thema Web 2.0. Die Prinzipien von Facebook, StudiVZ oder XING werden auch in Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen und anderen Organisationen eine immer stärkere Rolle spielen. Die intensive Vernetzung der Mitarbeiter führe zu einer besseren Kommunikation untereinander. Zudem können firmeninterne Blogs, Wikis und Foren dazu beitragen, das Wissen der einzelnen Mitarbeiter besser auszuschöpfen.

Bildquelle: Aboutpixel.de  Platine © Jonathan Willmann

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